Warum ich den „Großen“ wie Facebook & Co den Rücken kehre: Ein weiterer Schritt in die digitale Unabhängigkeit
Warum ich den „Großen“ wie Facebook & Co den Rücken kehre: Ein weiterer Schritt in die digitale Unabhängigkeit

Warum ich den „Großen“ wie Facebook & Co den Rücken kehre: Ein weiterer Schritt in die digitale Unabhängigkeit

Es ist Zeit für einen Schnitt. Wer mir schon länger folgt, weiß, dass ich der Entwicklung der großen Social-Media-Plattformen zunehmend skeptisch gegenüberstehe. Heute mache ich Nägel mit Köpfen: Ich stelle meine Aktivitäten auf Facebook, Instagram, X (ehemals Twitter) und TikTok ein.

Dieser Blog-Beitrag soll erklären, warum ich diesen Weg gehe und warum „Social Media“ für mich ab sofort eine neue, freiere Bedeutung hat.


Das Problem: Filterblasen und Algorithmen-Diktatur

Wir haben uns daran gewöhnt, dass uns ein Algorithmus vorsortiert, was wir sehen. Was als Komfort-Feature begann, hat sich zu einem massiven Problem für den gesellschaftlichen Diskurs entwickelt.

  • Die Filterblase: Plattformen zeigen uns primär das, was unsere Meinung bestätigt, um uns möglichst lange auf der Seite zu halten. Das Ergebnis ist eine verzerrte Wahrnehmung der Realität.
  • Kontrollverlust: Wir sind bei Meta, ByteDance oder X nur das Produkt. Unsere Daten werden geerntet, und im Gegenzug erhalten wir eine Reichweite, die jederzeit durch eine Änderung im Algorithmus beschnitten werden kann.

Für mich ist das mit dem Gedanken eines freien, offenen Internets nicht mehr vereinbar. Ich möchte wieder selbst entscheiden, wem ich folge und wessen Beiträge in meinem Feed landen – chronologisch und ohne Manipulation.

Mein Ziel: Digitale Unabhängigkeit

Digitale Souveränität bedeutet für mich, die Kontrolle über meine digitale Identität zurückzugewinnen. Deshalb ziehe ich um ins Fediverse.

Das Fediverse (ein Kofferwort aus „Federated“ und „Universe“) ist ein Netzwerk aus vielen unabhängigen Servern, die dennoch miteinander kommunizieren können. Es gehört keinem Konzern, es gibt keine zentrale Überwachung und keine Werbung.

Wo ihr mich jetzt findet

Mein neuer Anlaufpunkt für Updates, Gedanken und Austausch ist ab sofort Mastodon:

👉 https://digitalcourage.social/@oliver_nitsche

Der Plan: Erst Gast, dann Gastgeber

Aktuell nutze ich den Mastodon-Server von Digitalcourage. Ich habe diesen Server bewusst gewählt, da Digitalcourage e.V. seit Jahrzehnten für Datenschutz und Bürgerrechte kämpft. Es fühlt sich gut an, bei Menschen „zu Gast“ zu sein, die meine Werte teilen.

Doch die Reise endet hier nicht: Mein langfristiges Ziel ist es, einen eigenen Mastodon-Server zu betreiben. Das ist die ultimative Form der Unabhängigkeit: Meine eigene Instanz, meine eigenen Regeln, meine volle Datenhoheit.


Was passiert mit meinen alten Accounts?

Ich werde meine Accounts bei Facebook, Instagram und Co. nicht sofort löschen. Sie bleiben als „digitale Visitenkarten“ bestehen. Das hat einen einfachen Grund: Ich möchte für alte Kontakte erreichbar bleiben. Wenn ihr mir dort eine Nachricht schreibt, werde ich sie lesen – aber es wird dort keinen neuen Content mehr von mir geben.

Kommt ihr mit?

Der Wechsel zu Mastodon ist mehr als nur ein Plattformwechsel. Es ist ein Statement für ein freies Netz. Ich weiß, dass der Umzug Überwindung kostet, aber die Freiheit von Tracking und Manipulation ist es wert.

Wir sehen uns im Fediverse!

Euer Oliver

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